Gut in Chipunga angekommen
Hallo ihr Lieben!
Besten Dank erst mal fuer die netten Komentare...
Nun melde ich mich das erste mal von meinem Einsatzplatz aus. Ich bin nach den zehn Tagen Einführungsseminar in Lilongwe am vergangenen Montag nun endlich gut in Chipunga angekommen...
Hier werde ich mit zwei weiteren Freiwilligen und der Farmmanagerin, die auch aus Deutschland kommt, die nächsten 12 Monate zusammenleben. Während meine beiden Mitbewohnerinnen für die Primaryschool und für Gesundheitsangelegenheiten zuständig sind, bin ich der „Agricultureman“. Das heißt zunächst, dass ich in der nächsten Zeit erst einmal ein wenig auf der Farm mitarbeiten werde, um einen Eindruck von der Arbeit vor Ort zu bekommen und die Leute kennenzulernen. Bislang stand insofern Macadamiabäume beschneiden, morgens die Schwein füttern, Kaffee sortieren und Macadamianüsse öffnen und sortieren auf dem Programm. Derweil übe ich mich natürlich auch schon fleißig in Chitumbuka, der hiesigen Sprache, die mir echt Spaß macht!
Noch bin ich quasi in der „Kennenlernphase“, sodass ich mich erst einmal mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut machen muss und mir dann im Laufe der nächsten Zeit Gedanken machen werde über mögliche Projekte, wobei ich aller Voraussicht nach doch einiges Im Jugendbereich machen möchte und da eben mit den anderen beider Freiwilligen zusammenarbeiten werde. Was jedoch schon am laufen ist und was es für mich weiterzuführen gilt ist das Hühnerprojekt, bei dem vier Jugendliche zusammen Hühner großziehen, um diese dann später rentabel zu verkaufen. Darüberhinaus soll hier bald ein weiterer Schulblock gebaut werden, der von Seiten der Deutschen Botschaft finanziert werden soll, sodass wir dann auch im Oktober Besuch des Botschafters empfangen werden. Ferner gilt es für mich in nächster Zeit einen Workshop zum Thema „Direktsaat“ für die ansässigen Leute zu organisieren. Naja, und alles weitere wird sich dann wohl mit der Zeit ergeben...
Wie muss man sich Chipunga vorstellen!?
Also, dazu sei zu sagen, dass Chipunga zunächst ungefähr 20 Km östlich von Mzuzu, der nächst größeren Stadt befindet. Es scheint zunächst mitten im Nirgendwo ein paar Farmgebäude zu stehen umzingelt von einer Art Bergkette. Ca. vier Minuten Fußmarsch entfernt steht dann unser Wohnhaus, in dem es momentan zumindest im Wohnzimmer/Küche noch eher baustellenartig aussieht. Vor dem Haus steht ein Wasserturm, der alle paar Tage mit Hilfe eines Ochsenkarrens wieder aufgefüllt werden muss, sodass wir hier oben auch schön Wasser haben. Zum Duschen gehe ich jedoch wieder runter zur Farm, da sonst hier oben bei uns das Wasser so schnell wieder verbraucht wäre. Nunmehr dürfen wir auch noch in den Genuss kommen abends ein zwei Stunden Strom zu haben, um alles aufzuladen und immerhin bei Licht kochen zu können-das ist wohlbemerkt erst seit kurzem so! Internet gibt es jedoch erst wieder in Mzuzu, also werde ich da nicht alltzu oft in den Gnuss kommen...
Geht man mal ein bisschen in der Umgebung unher lassen sich dann auch die Häuser der ansässigen Bevölkerung finden, die jedoch weit gestreut sind. Wie ich ja bereits mal geschrieben hatte sieht ein Tagesablauf hier in Malawi etwas anders aus als in Deutschland, da man sich doch nach dem Licht richtet, weil ja schließlich die meisten Menschen in der direkten Umgebung hier auf dem Land keine Stromversorgung haben. Ich stehe hier um halb sechs auf, da nachdem es unten auf der Farm dreimal gegongt hat um halb sieben mit der Arbeit losgeht bzw. dann erst einmal die Versammlung und Arbeitsaufteilung losgeht. Die Arbeit geht täglich bis halb drei bis dann die Arbeiter selbst noch auf ihren eigenen Feldern arbeiten. In dem Zuge lerne ich noch ein wenig Chitumbuka oder lese oder beteilige mich natürlich auch mal ein wenig am Haushalt. Abends haue ich mich dann so gegen neun Uhr in die Falle und schlafe bei romantischem Schweinegegrunze ein... Na gut, soviel für´s erste von mir aus Chipunga. Ich hoffe euch geht es allen soweit gut. Bis auf weiteres Tiwonanenge-achja, mein regionaler Name ist übrigens Mr. Luviro (zu dt. : Mr. Schnell) oder Mr. Nkhata lll. (warum auch immer..), also
euer Mr. Luviro
(naechste mal stelle ich dann auch mal ein paar Fotos hoch..)
vincentsziviinmalawi am 28. August 10
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2 Kommentare
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hallo mr. luviro!
hihi... wenn du wieder zuruck bist muessen wir dir dann ein schwein kaufen, dass dich jeden abend in den schlaf grunzt^^
wie ist denn das wetter so? kannst du deine tollen h&m sachen tragen? halb sechs morgens klingt echt hart...hast du denn auch freie tage? wie kommst du mit den leuten klar? das musst du alles mal schreiben, ich bin doch so furchtbar neugierig!^^
so, ich glaube das waren jetzt genug nervige fragen...ich hoffe bei dir bleibt alles tutti, freu mich schon auf die fotos!
bussi, lisa
was ich noch fragen wollte... was genau esst ihr jetzt eigentlich zum mittag oder so? muss das schwein bald dran glauben? :(