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Leben in Afrika-Improvisation per exellence
Die Preschool läuft, der Schulblock erfüllt gewohnt seine Funktion, der Ofen ist fertiggestellt und nun bin ich auch ziemlich durch mit der Arbeit in Chipunga..!

Wie angekündigt habe ich mich in der letzten Zeit meinem letzten richtigen Projekt gewidmet mit der Errichtung des Backofens, der schlussendlich relativ fix realisiert wurde...

Der Ofen

Zunächst war das kniffligste Problem die Trommel als tatsächlichen Ofen und an der Stelle haben Bernhard, der deutsche Farmbeseitzer, und ich uns recht afrikanisch gegeben. Man muss wissen, dass das halbe (wenn nicht sogar das ganze) Leben hier in Malawi auf ein gewisses Maß an Improvisation angewiesen ist. Was man eben nicht hat, gilt es zu basteln. Insofern stellt man schnell fest, dass die klare Vorstellung, die man von einem Gegenstand hat, hier jegliche Grenzen verliert und sehr variable dargestellt oder ersetzt werden kann. So bin ich doch schon manches mal enorm ins staunen geraten bei dem hiesigen Erfindergeist. Diesem Credo entsprechend haben wir schließlich die Trommel aus zwei Fässern gemacht, die wir gefunden haben. Eine der beiden Trommeln haben wir schließlich aufgeschnitten und um die innere Trommel geschweißt, sodass ein Zwischenraum entstand, zwischen dem dann der Rauch die innere Trommel zu erhitzen vermag.

Die Trommel

Um daraus aber auch wirklich einen Ofen werden zu lassen, bedurfte es noch ein gewisses Gehäuse. Nach Besorgung der entsprechenden Materialien, Bricks, Erde und Sand, stand der Errichtung dessen nichts mehr im Wege. Mit einem Maurer (eben jener der mir auch schon bei der Preschool geholfen hatte) haben wir das Unterfangen begonnen und den Ofen in zwei Tagen auch wirklich zu ende gemaurert. Die Steine haben wir von einem ehemaligen Toilettenhäuschen verwenden können und anstelle von Zement haben wir schlicht Erde genutzt. Das ganze wurde noch entsprechend mit Sand und Erde isoliert, um auch die Wärme zu halten und anschließend wurde der Ofen noch schick verputzt, ein Rauschabzugsrohr drauf und fertig war das Ding.

fleissig am schaffen

Nun wartet der Ofen darauf, dass wir das erste Brot backen und dann kann auch hinter diesem Projekt ein Häkchen gemacht werden... 

Insofern bin ich nun tatsächlich durch mit der aktiven Arbeit, sodass ich guten Gewissens in der Urlaub gehen kann. Mit einem guten Freund werde ich mich kommende Woche auf den Weg nach Tansania machen mit dem erklärten Ziel Sansibar, um dort ein wenig Zeit bruzelnd in der Sonne zu verbringen. Anschließend werde ich noch einmal für zwei Wochen zurück auf die Farm kommen, bevor ich in der ersten Augustwoche schlussendlich einem Abschlusseminar beizuwohnen habe und dann am 8. August mein Flug in Richtung Heimat geht... Soll heißen-das Jahr neigt sich dem Ende und ich bin froh und guter Dinge... Ich werde mich an dieser Stelle nach meinem Urlaub noch ein mal melden und die letzten Ereignisse berichten... Für heute soll es das bereits gewesen sein. Hier noch ein Foto unserer Farmbesatzung....

Die Farmbesatzung

Ich wünsche Euch allen soweit einen sonnigen Sommer und ich werde sicherlich an Euch denken in der Sonne Tansanias. Liebe Grüße, V




floppa am 30.Jun 11  |  Permalink
gute arbeit weißer mann ;)

hau die hacken in teer, auf dich wartet noch das ein oder andere bierchen im brauhaus mit mir zusammen :)

lisa-maus am 01.Jul 11  |  Permalink
hallo heimwerkerkönig!

der backofen sieht wirklich traumhaft aus, hast du fein gemacht! jetzt wird es wirklich langsam zeit, dass du auch endlich wiederkommst! ich wünsche dir einen wunderschönen urlaub und beeil dich mit dem zurückkommen ;-)

liebst grüße, lisa